(Quelle: Metallzeitung Februar 2010)
Erstes Gehalt. Mit dem Abschluss in der Tasche stürzen sich Uni-Absolventen in die Jobsuche. Doch was sind Master und Bachelor wert? Die IG Metall hat die Einstiegsgehälter ermittelt
Wer sich nicht unter Wert verkaufen will, sollte im Vorstellungsgespräch an dieser Stelle nicht ins Stottern geraten. Nämlich dann, wenn der Chef fragt: “Und wieviel wollen Sie verdienen?” Für Berufseinsteiger, die vor dem ersten Gespräch wissen willen, welche Bezahlung in ihrem Bereich üblich ist, erhebt die IG Metall jedes Jahr die Einstiegsgehälter in verschiedenen Branchen.
Gehälter gestiegen
Die aktuelle Erhebung zeigt: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Einstiegsgehälter deutlich gestiegen. Allerdings stellten die befragten Betriebe viel weniger Menschen ein. Während sie 2008 noch 2500 Einstellungen vermeldeten, waren es 2009 nur 1030. Für ihre Erhebung befragte die IG Metall Betriebsräte in 47 Unternehmen der IT-, Elektro-, Automobil- und Stahlindustrie sowie aus dem Maschinenbau und der Telekomunikation. Dazu gehörten Firmen mit und ohne Tarifbindung.
Die Einstiegsgehälter geben eine erste Orientierung. Wer es noch genauer wissen will, fragt nach, was in dem Unternehmen üblich ist. IG Metall-Mitgliedern helfen die Verwaltungsstellen weiter. Denn es gibt Unterschiede. In Firmen, die nach Tarif bezahlen, bekommen Einsteiger fast 20 Prozent mehr Geld. Auch Urlaubstage und Zahlungen wie Weihnachtsgeld sind in vielen Tarifverträgen geregelt. Wieviel Bewerber beim Einkommen oder Zusatzleistungen, etwa dem Dienstwagen, herausholen können, hängt nicht nur vom Abschluss und der Note ab. Auch Verhandlungsgeschick und Zusatzqualifikationen wie eine abgeschlossene Berufsausbildung bringen oft Pluspunkte.
Mehr Infos für Studierende im Hochschulinformationsbüro der IG Metall.

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